Pilotprojekt wegen Ärztemangel: So gut kommt das Augenmobil im Raum Dresden an

Im Frühjahr 2025 startete ein Berliner Unternehmen die mobilen Augenuntersuchungen zwischen Meißen und Pirna. Wie das funktioniert und warum eine große Krankenkasse das Projekt ab Januar unterstützt.

Meißen. Dieses Angebot kommt gut an. Seit dem Frühjahr 2025 ist das Augenmobil im Großraum Dresden unterwegs. Es kommt dorthin, wo es die größten Versorgungslücken gibt: im ländlichen Raum. Gut 2500 Menschen wurden in diesem Jahr bereits zwischen Meißen und Sebnitz, Pirna und Radeberg durch speziell geschulte Optometristen im Auftrag der Mirantus Health GmbH untersucht.

„Bei knapp 60 Personen wurden abklärungsbedürftige Auffälligkeiten festgestellt“, sagt Pressesprecher Moritz Ackermann. „Sie konnten daraufhin zeitnah lokal augenärztlich versorgt und damit Schlimmeres verhindert werden.“ Das wichtigste Anliegen hinter der Mirantus-Idee ist die Früherkennung, die Vorsorgeuntersuchung ersetzt keine ärztliche Diagnose und Behandlung.

Station in mehr als 100 sächsischen Kommunen

Das Berliner Unternehmen wurde 2012 als Start-up gegründet. „Unser Ziel ist es, niederschwellige Augenuntersuchungen verfügbar zu machen, bevor Erkrankungen fortschreiten“, erklärt Claus Gruber, Gründer von Mirantus Health. „So können Betroffene frühzeitig handeln, und Versorgungssysteme werden entlastet.“ Inzwischen hat das Augenmobil bereits in mehr als 100 sächsischen Kommunen Station gemacht und kommt bei Bedarf wieder.

Ab dem neuen Jahr übernimmt die Techniker Krankenkasse (TK) für ihre Versicherten die Gebühren, sofern sie die Vorsorgeuntersuchung in Sachsen durchführen lassen. Sie umfasst die Bestimmung der Sehschärfe, die Überprüfung der Brillenstärke, Netzhautaufnahmen inklusive Sehnervenkopf und Makula, Vorderabschnittsfotografie mittels Spaltlampe und die Auswertung der Ergebnisse durch Augenärzte.

Die Nutzer erhalten die Einschätzung innerhalb von 24 bis 72 Stunden per E-Mail. Bei auffälligen Ergebnissen hilft Mirantus Health dabei, zeitnah einen Termin beim Augenarzt oder eine Behandlung per Telemedizin zu bekommen. Dabei kann das Unternehmen auf ein Partnernetzwerk von bundesweit mehr als 400 Ärztinnen und Ärzte zurückgreifen. „Das klappt einwandfrei“, betont Ackermann.

„Mit dieser Kooperation bringen wir die Versorgung zu den Menschen“, erklärt TK-Landeschef Alexander Krauß zu dem Pilotprojekt. „Wir setzen uns besonders für den Ausbau telemedizinischer Angebote und die Verbesserung der Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum ein.“

Lediglich die Messung des Augeninnendrucks müssen TK-Versicherte selbst tragen, andere zahlen für das Komplettpaket 69 Euro. „Für uns ist es ein wichtiger Meilenstein, dass die erste große Krankenkasse unsere Untersuchungen als qualitativ hochwertig einstuft und das innovative Versorgungsmodell anerkennt“, meint Ackermann für Mirantus. „Darauf aufbauend versprechen wir uns langfristig viel.“

Der Bedarf sei jedenfalls groß. Wegen der Nachfrage von Kommunen aus dem Altenburger Land startete die Mirantus Health GmbH dort 2025 ihr fünftes Augenmobil. Das Unternehmen ist in allen neuen Bundesländern inklusive Berlin präsent.

Die Untersuchung ist für Menschen ohne akute Augenleiden ab 18 Jahren gedacht, ab 40 wird sie alle zwei Jahre und ab 50 jährlich empfohlen. Sie wird entweder in einem der beteiligten Optikgeschäfte oder in einem Raum durchgeführt, den die Kommune dem Augenmobil zur Verfügung stellt. Sie dauert zwischen 15 und 20 Minuten. Wartezeiten sollen durch Voranmeldungen vermieden werden.

Wir stellen fest, dass das Angebot in der Region Dresden stark angenommen wird“, sagt Mirantus-Sprecher Ackermann. „Deshalb blicken wir frohen Mutes auf das neue Jahr und können bereits einige Termine anbieten.“ Beispielsweise für den 13. Januar in Königsbrück, den 27. Februar in Dippoldiswalde sowie den 17. März in Lommatzsch, (mit dpa)

https://www.saechsische.de/lokales/meissen-lk/radebeul/so-gut-kommt-das-augenmobil-im-raum-dresden-an-JT2U2PO5XNC43PUKCUUGM5F6KY.html

Das sagen unsere Partner

“Durch Mirantus kann man das komplette Auge untersuchen. Man kann sehr genaue Diagnostik machen und es ist alles super organisiert immer.”
- Dr. med. J. Promesberger
Fachärztin für Augenheilkunde
“Die Diagnostik und die Befundung in unsere Einrichtung zu bringen, ist ein enormer Benefit für unsere Bewohner:innen und unsere Mitarbeitenden. Es braucht keine Angehörige, Ehrenamtliche, Mitarbeitende, die die Begleitung in die Arztpraxis machen müssten.”
- Karin Bernecker
Leitung Zentrale Abteilung Qualität Münchenstift
“Die Qualität der Daten muss ein gewisses Level erreichen. Das gelingt sehr gut mit dem Setup, was wir bis dato verwendet haben und permanent am Entwickeln sind.”
- Prof. Dr. med. M. Koss
Professor und Facharzt für Augenheilkunde
“Also ich kann jetzt wieder lesen. Das konnte ich vorher nicht.”
- Lothar Wöhlert
Seniorenheim Bewohner
“Das war bis jetzt die beste Organisation. Vom Anfang bis zum Ende.”
- Anna Schön
Seniorenheim Bewohnerin
“Meine Tochter sagte, das kannst du doch sowieso nicht lesen. Seit dem sie mir die Augen gerichtet haben, kann ich selbst die kleinen Sachen vom Fernseher wieder lesen.”
- Therese Eicher
Seniorenheim Bewohnerin
“Durch Mirantus kann man das komplette Auge untersuchen. Man kann sehr genaue Diagnostik machen und es ist alles super organisiert immer.”
- Dr. med. J. Promesberger
Fachärztin für Augenheilkunde
“Die Diagnostik und die Befundung in unsere Einrichtung zu bringen, ist ein enormer Benefit für unsere Bewohner:innen und unsere Mitarbeitenden. Es braucht keine Angehörige, Ehrenamtliche, Mitarbeitende, die die Begleitung in die Arztpraxis machen müssten.”
- Karin Bernecker
Leitung Zentrale Abteilung Qualität Münchenstift
“Die Qualität der Daten muss ein gewisses Level erreichen. Das gelingt sehr gut mit dem Setup, was wir bis dato verwendet haben und permanent am Entwickeln sind.”
- Prof. Dr. med. M. Koss
Professor und Facharzt für Augenheilkunde
“Also ich kann jetzt wieder lesen. Das konnte ich vorher nicht.”
- Lothar Wöhlert
Seniorenheim Bewohner
“Das war bis jetzt die beste Organisation. Vom Anfang bis zum Ende.”
- Anna Schön
Seniorenheim Bewohnerin
“Meine Tochter sagte, das kannst du doch sowieso nicht lesen. Seit dem sie mir die Augen gerichtet haben, kann ich selbst die kleinen Sachen vom Fernseher wieder lesen.”
- Therese Eicher
Seniorenheim Bewohnerin